ABVB-Kampfrichter im Porträt: Peter Franz (BW Lahr)

Kampfrichter Peter Franz (BW Lahr, hier bei den Badischen 2008 in Pforzheim) gehört seit 2001 zu den Männern in Weiß.

Anfang der 90er Jahre war er badischer Meister im Superschwergewicht. Heute ist Peter Franz nicht nur Vorsitzender von Blau-Weiß Lahr, sondern auch Kampfrichter. Mit 18 kam der 1968 geborene Karosseriebauer zum Boxen. Bis zum Alter von 27 war er aktiv und wie alle aus der BW-Boxstaffel im Ring gefürchtet. Mittlerweile ist er Meister in seinem Beruf und als Serviceberater der S&G, einem Vertragspartner der Daimler AG, tätig. Doch dem Faustkampf ist er immer noch treu verbunden. Und steht regelmäßig im Ring.

Seit 2001 ist der verheiratete Vater zweier Kinder nämlich wie gesagt einer der Männer in Weiß, ohne die im Kampfsport nichts ginge. ?Unser Stefan Leuthner hat mich angesprochen, und ich habe sofort zugesagt?, erinnert sich Peter Franz an den Tag, als er sich für ein wichtiges Ehrenamt entschied. ?Man muss schon viel Enthusiasmus mitbringen?, findet Franz. 14 bis 16 Einsätze absolviert er pro Jahr als Punkt- und Ringrichter. Alle Achtung. Doch die Familie leidet da manchmal ein wenig. Deshalb: ?Wir könnten schon Verstärkung im Team gebrauchen.? Franz schätzt die Kameradschaft im Kreis der Kampfrichter-Männer und -Frauen sowie in der Boxfamilie, der man über die aktive Zeit hinaus gerne verbunden bleibe. Denn: ?Das Boxen ist und bleibt doch faszinierend.? Peter Jaschke

Info: Kampfrichter-Obmann Lothar Knöpple freut sich über Interessenten. In der Porträtreihe bisher erschienen (klicke Links unter Kampfrichter): Peter Vassalluzzo (SC Pforzheim), Egidio Piseddu (BW Lahr). Die Reihe wird fortgesetzt.

Kampfrichter im Porträt

Egidio Piseddu weiß, wie Boxer ticken: Schließlich war er 1988 Deutscher Meister von BW Lahr im Halbweltergewicht und hat beispielsweise auch Sven Ottke geboxt.

Diesmal Egidio Piseddu (BW Lahr): "Es macht tierisch Spaß" 

Als 20-Jähriger war Egidio Piseddu (BW Lahr) Deutscher Meister im Halbweltergewicht. Das ist genau 20 Jahre her. Nach den nationalen Titelkämpfen 1988 in Schriesheim stand der heute in Offenburg lebende Kampfrichter des Amateur-Box-Verbands Baden (ABVB) noch drei Mal für den Karlsruher SC als Zweiter bei den ?Deutschen? auf dem Siegertreppchen. Seit 2001 gehört Piseddu zu den Frauen und Männer in Weiß. Vor drei Jahren gelang es ihm auch die Prüfung für die EABA-Zulassung erfolgreich zu absolvieren, Piseddu ist also europaweit als dritter Mann im Ring unterwegs.

?Wenn ich früher gegen Sven Ottke geboxt habe und am Ende hinten lag, dachte ich oft: Das hast du doch nie verloren?, erinnert sich der hauptberuflich als Key Account Manager bei einer Krankenkasse Tätige. ?Heute sehe ich immer auch die andere Seite. Und das kommt bei den Kämpfern gut an, wenn man im Ring Fingerspitzengefühl zeigt?, ist Piseddu zu Recht stolz auf seine Erfahrung aus der Aktivenlaufbahn.

?Stefan Leuthner hat mich damals gefragt, ob ich nicht die Lizenz erwerben wolle?, berichtet der frühere Blau-Weiß-Boxer davon, wie er zu dem ?Job? als Kampfrichter gekommen ist. Es sei eine gute Möglichkeit der geliebten Sportart aktiv verbunden zu bleiben. ?Es gefällt mir besser, als wenn ich Trainer wäre?, findet Piseddu, dem die Herausforderung, einen Kampf zu leiten, ?tierisch Spaß? macht.

Und wenn das Publikum so richtig tobt und mal lauthals auf den Unparteiischen schimpft? ?Das lässt mich völlig kalt?, antwortet der aus vielen Bundesligakämpfen vor 2000 bis 4000 Zuschauern in den früheren Hexenkesseln von Frankfurt oder Ahlen Gestählte. Doch es gibt auch noch den anderen Piseddu, nämlich den verheirateten Vater eines Kindes, der viel Tennis spielt und neun Jahre lang eine Jugendfußballmannschaft trainiert hat.

Info: Wer Interesse an der Kampfrichter-Ausbildung hat, der wendet sich an Obmann Lothar Knöpple (Telefon: 07251/ 3 06 11 09, Email: siehe Vorstandsmitglieder auf dieser Seite). In dieser Reihe bisher vorgestellt: Peter Vassalluzzo (SC Pforzheim, siehe Kampfrichter auf dieser Internetseite).

Kampfrichter sind gesuchte Leute

Forst. Wie Kampfrichter-Obmann Lothar Knöpple mitteilt, freut sich seine Zunft der Frauen und Männer in Weiß über neue Gesichter. Kurz: Ring- und Punktrichter gesucht! Denn ohne die Dritten im Ring geht beim Boxen nichts. Kontakt zum Obmann siehe Rubrik Vorstand oder Kampfrichter.

Junge ABVB-Kampfrichter im Porträt: Peter Vassalluzzo

Immer umsichtig: Peter Vassalluzzo ist einer der jungen ABVB-Kampfrichter. Hier, hier bei einem Juniorenkampf vor den jüngsten Landesmeisterschaften, beanstandet er als dritter Mann im Ring einen unerlaubten Innenhandschlag. Es gibt längst auch Frauen in Weiß.

Ohne die Frauen und Männer in Weiß geht es nicht / Nachwuchs gefragt

Pforzheim. Er ist schon lange Mitglied des SC Pforzheim und hat zwar die Kampfsportarten Taek Won Do und Kickboxen betrieben, aber aktiver Boxer war er nie. Dennoch gehört Peter Vassalluzzo (35) zur jungen Garde der Kampfrichter im ABVB. Der 1972 geborene Industriemeister der Fachrichtung Metall arbeitet bei der Goldstadt-Firma Thales in der Qualitätssicherung. Dass auch im Ring alles mit rechten Dingen zugeht, dafür sorgte der Mann in Weiß aus dem Pforzheimer Stadtteil Hohenwart auch bei den jüngsten Landesmeisterschaften in der Jahnhalle erneut tadellos. Es war sein 22. Turnier.

?Ich bin schon immer am Boxen interessiert und wollte gerne im Ring stehen, ohne selbst kämpfen zu müssen?, erklärt Vassalluzzo, der vor rund zwei Jahren mit der Schulung begonnen hat. Ein gesundes Selbstbewusstsein müsse man neben dem Interesse an einer der ältesten olympischen Disziplinen mitbringen. Alles andere vermittle die umfassende Schulung, unter anderem durch Kampfrichter-Obmann Lothar Knöpple (Karlsruher SC).

?Es ist schön, wenn auch die Super-Schweren auf einen hören?, beschreibt der Pforzheimer grinsend einen Aspekt der Faszination Kampfrichter zu sein. ?Es macht einfach Spaß?, findet der relativ neue Kollege von knapp 30 Kampfrichtern im Landesverband Baden, darunter übrigens zwei Frauen, nämlich Vassalluzzos Vereinskameradin Patricia Engel sowie Sonja Christina Großmann (BSV Freiburg, siehe Rubrik Kampfrichter auf dieser Webseite) . Dabei wollte Vassalluzzo, weil er nie selbst geboxt hatte, zunächst nur Punktrichter werden. Doch Knöpple erkannte sein Talent alsbald und entschied: ?Du musst in den Ring.? Peter Jaschke

Info: Wer Interesse an der Kampfrichter-Ausbildung hat, der wendet sich zunächst an Obmann Lothar Knöpple (Telefon: 07251/ 3 06 11 09, Email: siehe Vorstandsmitglieder auf dieser Seite)

DBV-Ehrenpräsident Kurt Maurath verstorben

Löffingen. Große Trauer um Kurt Maurath: Am Sonntag, 14. März, starb der Ehrenpräsident des Deutschen Boxsport-Verbands nach längerer Krankheit im Alter von 86 Jahren. Der einstige Vorsitzende des Bundesverbands, längst Ehrenvorstandsmitglied im Landesverband Baden, war seit Jahrzehnten hoch geachtet als Boxsportfunktionär aus Baden. Die Trauerfeier fand am Freitag, 19. März, in seiner Heimatgemeinde Löffingen-Dittishausen mit anschließender Beisetzung auf dem Friedhof statt. Der Verstorbene hatte laut DBV-Internetseite noch zu Lebzeiten an Stelle von Blumen und Kränzen um eine Spende für die Gemeinschaft der Goldnadelträger des DBV gebeten (Spendenkonto: Kasseler Sparkasse BLZ 520 503 53, Konto Nr. 100 80 26 629, Kennwort: Kurt Maurath).

Die Sieger von Heidelberg: Drei Titel für Knielingen

Heidelberg. Bei den Badischen Landesmeisterschaften der Jugend im Heidelberger Boxgymnasium von Tom Schneider gewannen folgende abgebildeten Nachwuchsboxer die diesjährigen Titel in den verschiedenen Limits der Altersklassen Schüler, Junioren, Kadetten und Jugend. Abräumer des Abends: der BR Knielingen mit drei Landesmeistern, nämlich den beiden D/C-Kaderathleten David Eberle (DM 2009 u. 2008) und Alexander Mironow (Badischer Meister 2008) sowie Yves Barz.

Landestrainer Oli Vlcek hat alle Kämpfe beobachtet und stellt fest: "Die Talente sind da in Baden." Vor allem die Kämpfe von Sapronov (PBG Bruchsal), Eberle (Knielingen) und Bajrami (Tiengen) haben ihm gefallen. Die beiden Singener Meister Probst und Stromeyer bewiesen bei ihren Siegen, wie gut ihnen die jüngsten Nationalteam-Einsätze gegen die Irländer und Engländer beim Round Robin getan hatten.

ABVB-Chef Werner Kranz traut "Bene" Probst (17), Gymnasiast des Singener Hegau-Gymnasiums, im Federgewicht noch eine Menge mehr zu: "Er hat sogar Chancen bei den Deutschen Meisterschaften, bei den Süddeutschen in zwei Wochen in Straubing sowieso."

Erneut erwies sich Knielingens Barz (15) im erst neunten Kampf siegreich gegen Singens DM-Dritten Abramovic als großes Talent. Vlcek: "Ich bin positiv überrascht von den Titelkämpfen." In einem Männer-Einlagekampf schlug der Lokalmatador des Boxgymnasiums Sascha Müller im Weltergwicht den Bruchsaler Pugilisten Valerij Schweizer. Gast am Ring auch: Clara Lamadé, badische Kaderathletin des BC Heidelberg. Resultatliste am Ende der Bilderserie. Peter Jaschke

Die Siegerbilder in der Reihenfolge der 14 badischen Titelkämpfe mit den Gewinnern Yildiz (BC Pforzheim), Kornmeier (BSV Freiburg), Böhringer (BC Pforzheim), Arbabian (BC Heidelberg), Köse (BV Überlingen), Eberle (BR Knielingen), Bajrami (Klettgau Tiengen), Probst (BC Singen), Ukaj (BC Müllheim), Stromeyer (Singen), Mironow (Knielingen), Fauser (Tiengen), Barz (Knielingen) und Soth (PBG Bruchsal). Das Karlsruher BRK-Team um Fikret Yöreci (auf dem Gruppenbild links) gewann drei Titel.
   

Round Robin: England hat die meisten Punkte

Rund 700 Zuschauer kamen zum ?Finale? nach Schriesheim, insgesamt fast 2000 Boxfans saßen an den Ringen. Das dreitägige Round Robin gewann offiziell England (30 Punkte) vor Deutschland I (29), Deutschland II (27) und Irland (23). Für einen Sieg gab es zwei Zähler, für eine Niederlage einen. Da Irland Verletzungspech hatte und keine Frauenboxerin dabei landete es auf dem letzten Platz. Nach Anzahl der Siege in der Männerklasse gerechnet, lagen Deutschland I und Irland mit jeweils neun gewonnenen Kämpfen (England: 7) vorne. Bester Boxer: Joe Wards (Mittelgewicht, Irland).

Für die WM ab Ende April in Baku wurden nach dem Brandenburg-Cup 2010 und dem Round Robin neun Kämpfer nominiert: Theo Krechlok (Berlin, Fliegen), Artur Bril (Köln, Feder), Thomas Vahrenholt (Köln, Leicht), Arayk Marutyan (Schwerin, Halbwelter), Denis Radovan (Köln, Welter), Tyron Zeuge (Berlin, Mittel), Marcus Okosun (Übach-Palenberg, Halbschwer), Donat Avdijaj (Wallenhorst/ Niedersachsen, Schwer), Jacob Morgel (Düren, Superschwer).

Hier die Ergebnisse der internationalen Kämpfe vom 5. bis 7. März (siehe unten): Badens Simon Stromeyer (BC Singen) schlug beim Erststart in Deggenhausertal-Wittenhofen überraschend den favorisierten Engländer Lerrone Richards!! Kleine Sensation in Pforzheim vor laut Veranstalter rund 700 Zuschauern in der Jahnhalle: Erkan Bozkaya (Schwenningen) bezwang den irischen Jugendeuropameister von 2007 mit 9:8. Auch wenn es in Wittenhofen und Pforzheim Pfiffe gab: Die Defensivtaktik mit geschlossener Doppeldeckung ging auf. Bozkaya hat damit schon zwei Siege auf der Habenseite, der zweite deutsche Leichtgewichtler Nsingi erst einen. Dieser schlug Bozkaya im direkten Vergleich in Schriesheim jedoch aus dem Feld. Zur WM fahren beide nicht: Im Limit bis 60 Kilogramm wurde Thomas Vahrenholt nominiert.

Spannend war es in Schriesheim am Sonntag, 7. März: Den direkten Vergleich der besten deutschen Halbweltergewichtler gewann Marutyan gegen Vahrenholt, beide mit zwei Round-Robin-Siegen in der Tasche. Marutyan (D I) deklassierte in Pforzheim den Engländer McNess mit 10:1, Vahrenholt (D II) zwang den Iren Joyce zur Aufgabe wegen Verletzung (Cut) nach Runde 1. Überraschend starke Leistung des Sindelfinger Landesmeisters Thomas Holland trotz Niederlage in Schriesheim gegen den Engländer Richard. 

Die Medienresonanz auf alle drei Veranstaltungen war beispielhaft. Hier die Links zu zwei Videos der Pforzheimer Zeitung-News über den Abend mit Porsche-Mann Uwe Hück (unten) und den Vorbereitungen des Box-Centers um Ayhan Isik in der Goldstadt (oben):

http://www.pz-news.de/Home/Videos/vid,1707_puid,1_pageid,326.html

http://www.pz-news.de/Home/Videos/vid,1708_puid,1_pageid,326.html

 

Beifall für Tyron Zeuge beim Einmarsch in der Schmidtmeister-Halle in Wittenhofen. Am Ende stand sein Sieg gegen den starken irischen Weltmeister. Singens Simon Stromeyer gelang ein Coup, als er den Engländer Richards mit 6:3 bezwang. Bozkaya (Blau jubelt) schlug in Pforzheim den irischen Jugendeuropameister 2007. Bodensee West vs. Ost: Singens Bene Probst (rechts daneben: Rot jubelt) besiegte Friedrichshafens Maher.
 

Round Robin 2010 in Baden: Zeuge schlägt Ward

Deggenhausertal-Wittenhofen/ Pforzheim/ Schriesheim. Das dreitägiger Round Robin-Turniers ist hervorragend über die Bühne gegangen. 720 Karten hat der örtliche Veranstalter im Vorverkauf des Erststarts im Bodenseekreis abgesetzt. Wegen Schneechaos-Warnung kamen "nur" etwa 600 Gäste. In Pforzheim wurden am Samstag, 6. März, aufgrund der Wetterlage mindestens ebenso viele Zuschauer gezählt.

Das Wichtigste in Kürze: Wie zu erwarten war, zeigten sich die britischen Gäste, auch die Frauen, als physisch sehr starke Gegner: ein echter Prüfstein für die WM-Hoffnungen. In Wittenhofen verlor der Berliner Welt-Meister Krechlok in einem sehenswerten Kampf, den er lange beherrschte,  das Rematch vom Brandenburg-Cup gegen den Iren Phelan am Ende fast ebenso knapp wie der Deutsche vor zwei Wochen gewonnen hatte. Siegpunkte für Deutschland fuhren ein: Erik Sokolov, Erkan Bozkaya,Thomas Vahrenhold, Arayk Marutyan, Simon Stromeyer und EM Tyron Zeuge, der den irischen Weltmeister Joe Ward mit einer konsequenten Defensivtaktik schlug. Denis Radovan zeigte in einem verbandsinternen Duell Spomer, wer derzeit die Nummer eins im deutschen U19-Welterlimit ist. Nachwuchsbundestrainer Hansi Birka war mit der Leistung aller Starter zufrieden.

Alison Pickering: ein Vorbild im Sport

Alison Pickering vom PBG Bruchsal ausgezeichnet: Luan Krasniqi überreichte der engagierten Box-Trainerin den begehrten Victor-Preis der württembergischen Sportjugend. Wir gratulieren ebenfalls!

Stuttgart/ Forst/ Bruchsal. Die engagierte Boxtrainerin Alison Pickering (PBG Bruchsal) wurde im Stuttgarter LBBW-Forum mit dem Victor-Preis für Vorbilder im Sport ausgezeichnet. Er ist mit 1000 Euro dotiert. Aus über 11000 Bewerbern wählte eine hochrangige Jury neun Preisträger aus. Alison gewann aufgrund ihrer einzigartigen und vorbildlichen Jugendarbeit im Boxen. Selbst deutsche Vizemeisterin, vermittelt die junge Engländerin Kindern und Jugendlichen aller Nationen, den Spaß am Sport und begleitet diese bis in den Leitungssport hinein. Das Resultat: Mehrfache Süddeutsche, Badische und Nordbadische Meister.

Den Preis durfte Frau Pickering von Boxschwergewichtler Luan Krasniqi, Starkicker Timo Hildebrand und Fußballweltmeisterin Steffie Jones entegegen nehmen. Besonders gelungen auch eine weitere Überraschung: Der Bürgermeister ihrer Heimatgemeinde Forst, Reinhold Gsell, kam eigens nach Stuttgart, um "seine" Bürgerin persönlich kennenzulernen! So konnte auch Bardia Gharib (Vorsitzender des Pugilist Boxing Gyms) schon stolz ein neues Ziel für Alison vereinbaren: den ersten Meister im Boxen aus Forst.

"Round Robin" im März 2010 lässt Aktive rotieren

So bewerben Ayhan Isik und das Box-Center in Pforzheim die Veranstaltung am 6. März in der Jahnhalle. Erststart ist am 5. März in Wittenhofen (siehe Plakat unten). Am 7. März klettern unsere Box-Asse gegen England und Irland im Schriesheimer Festzelt in den Ring.

England und Irland kommen/ In Pforzheim bestreitet Porsche-Mann Uwe Hück einen Thaibox-Schaukampf / Hamann sieht Überflieger-Generation und "Rockys" Enkel am Start

Wittenhofen/ Pforzheim/ Schriesheim. Die Vorbereitungen für das Internationale Round Robin-Boxturnier in drei Orten in Baden-Württemberg, (Wittenhofen, Bodensee-Kreis, 5. März, Pforzheim, 6. März, und Schriesheim, 7. März) laufen auf Hochtouren! "Round Robin" bedeutet im englischen Mutterland des Boxens nichts anderes als "Jeder gegen Jeden", alle Teams treten ohne Auslosung gegeneinander an. Der Vorverkauf läuft bestens, wie man aus Wittenhofen und Pforzheim hört.

Dabei kommt es zu hochkarätigen Vergleichen zwischen den besten U19-Boxern der Nationalteams Deutschland I und II sowie England und Irland.

Besonderes Schmankerl in der Pforzheimer Jahnhalle: Uwe Hück, der Betriebsratsvorsitzende der Porsche AG, wird an diesem Abend einen Schaukampf im Thai-Boxen bestreiten. Herr Hück (48) war Europameister im Profi-Thaiboxen und ist im Ehrenamt Vorsitzender des FSV Buckenberg 1921. Er trainiert dort in seiner Freizeit auch jugendliche Thaiboxer. Dieser Auftritt ist möglich, weil unser Ayhan Isik vom gastgebenden Box-Center Mitarbeiter der Porsche AG ist.

?Das ist für unseren erst vor vier Jahren gegründeten Verein das bisher größte Event?, freut sich BC-Chef Ayhan Isik auf die insgesamt zwölf Kämpfe in sechs Gewichtsklassen. In Wittenhofen (Bodenseekreis), wo der Erststart steigt ist Uwe Hamann, Chef des DBV-Kuratoriums (Förderverein) schon schwer am Rotieren, um das Ganze gehörig zu bewerben. Er hatte zusammen mit ABVB-Chef Werner Kranz bereits Kuba (2003), Ungarn (2005) und Italien (2009) zu Länderkämpfen ins Ländle geholt.

Schon bei den 88. Deutschen Meisterschaften der Männer im Dezember 2010 in Hamanns alter Heimatstadt Oldenburg, die Hamann ebenfalls schon heute kräftig mit vorbereitet, will er einige der Wittenhofen-Starter wiedersehen: ?Auch der ein oder andere Überflieger wie Marcus Okosun, Arayk Marutyan, Denis Radovan und Thomas Vahrenholt haben das Zeug dazu, in diesenm Jahr sowohl Jugend- als auch Männermeister zu werden.? Das gelang zuletzt 1981 solchen Kalibern wie Klaus Niketta und Graciano ?Rocky? Rocchigiani. Ob wir Rockys "Enkel"-Generation erleben?

Was die hohe Bedeutung dieses Turniers ausmacht? ?Es ist ein Kriterium zur Nominierung für die Weltmeisterschaften im April in Aserbeidschan?, erklärt Werner Kranz, der Präsident des Boxverbands Baden und DBV-Vizechef für den Breitensport, und hebt hervor: ?Letztlich geht es um die möglichst optimale Vorbereitung unserer Toptalente auf die 1. Olympischen Spiele der Jugend im August in Singapur.?

Hintergrund: Nur wer im April eine WM-Medaille ergattert, fliegt im August zu den ?Spielen? nach Singapur. Dort dürfen maximal drei deutsche Boxer starten. Um die Chancen zu erhöhen, sollen möglichst sieben bis acht Kämpfer zu den WM. Auf dem Weg dahin, ist jenes ?Round Robin?-Turnier in Baden also ein wichtiger Meilenstein für solche Asse wie Deutschlands amtierenden U19-Weltmeister Theo Krechlok (Berlin) sowie Europameister Tyron Zeuge (Berlin).

Wer in Pforzheim, neben einigen Lokalmatadoren, die in Rahmenkämpfen ihr Können zeigen wollen, antritt, das entscheidet sich Ende Februar: Der 15. Internationale Brandenburg-Cup in Frankfurt/ Oder ist die erste sportliche Bewährungsprobe der europaweit besten Jugend-Boxer. Abvbaden.de hofft, dass auch Jungs aus Baden-Württemberg wie u.a. Stromeyer, Probst (Singen), Grund (Karlsruhe), Bozkaya (Schwenningen), Spomer und weitere nicht nur in Rahmenkämpfen dabei sein können.

Ablauf: Die Auftaktkämpfe finden am Freitagabend, 5. März, in Deggenhausertal-Wittenhofen bei Salem (Bodensee-Kreis) statt. Dort treffen DBV I sowie DBV II und Irland oder England aufeinander. DBV I versus DBV II und England versus Irland heißt es tags darauf am Samstag, 6. März, 18 Uhr, in Pforzheim (Jahnhalle). Und schon am Sonntagvormittag, 7. März, 10.30 Uhr, klettern bei der traditionellen Boxmatinee im Schriesheimer Mathaisemarkt-Festzelt die Teams erneut in den Ring (DBV I vs. England oder Irland und DBV II versus Irland oder England). Peter Jaschke

Trauer um Walter Kellmayer

Radolfzell/ Singen. Die schockierende Nachricht vom Tod des Sportwarts aller südbadischen Vereine Walter Kellmayer erreicht uns am Sonntag, 31. Januar 2010. Der Ex-Sportwart des Gesamtverbands aus Radolfzell und Singen hat den Boxsport in Baden und darüber hinaus über Jahrzehnte hinweg mitgeprägt.

 

 

3 x 3: Neue Rundendauer bei der Jugend

Wie Landestrainer Oli Vlcek mitteilt, hat der Weltverband AIBA dieser Tage beschlossen, die Rundenzeiten der Altersklasse Jugend (U19, Jahrgänge 1992 und 1993) auf 3 mal 3 Minuten festzulegen. Diese Regelung gilt laut Vlcek auch national (DBV) ab sofort. Vlcek bittet alle, die Änderung der Rundenzeit "im Sinne der Athletenförderung im Trainingsbetrieb sowie bei Wettkämpfen ab sofort zu berücksichtigen".

Grund für Sportlerwahl des Jahres nominiert

Grund feuert eine linke Gerade ab.

U19-Boxer Marco Grund (KSC) erneut Kandidat der Lokalzeitung in seiner südhessischen Heimatstadt Bensheim

Bensheim. Marco Grund (18), Deutscher Viezemeister des Karlsruher Sport-Clubs (KSC) von 2008, hat in der ersten Jahreshälfte 2009 viel Pech gehabt und durch seinen erforderlichen Limitwechsel ins Weltergewicht die EM-Quali verpasst. Jetzt ist der angehende Abiturient und Bewohner des Internats am OSP Rhein-Neckar wieder voll dabei. Schön, dass ihn der Bergsträßer Anzeiger (BA), die Lokalzeitung seiner Heimatstadt Bensheim, wo er beim örtlichen KSC einst das Box-ABC erlernt hatte, erneut zur Juniorensportlerwahl des Jahres vorgeschlagen hat. Man kann auch per Internet für Marco stimmen.

Hier ist der Text des BA-Artikels über Marco Grund:

Marco Grund: Ziel sind die Olympischen Spiele ? wenn nicht 2012, dann 2016

Im Olympiakader für London

Bensheim. Dass man aus Niederlagen und Krisen oft mehr lernt als aus strahlenden
Siegen, weiß Marco Grund mittlerweile auch: Im Mai musste das gerade
zum Steigflug ansetzende Box-Talent aus Bensheim ?notlanden?.
Mit fast 187 Zentimetern plötzlich viel zu groß und schwer für seine alte
Gewichtsklasse bis 64 Kilogramm, war das Pfunde abkochen? durch
Schwitzen und Diät halten zu viel gewesen. Auch ein Infekt kostete Substanz.
Und so vermasselte sich ?Super-Marco? die ersehnte Qualifikation
für die Europameisterschaften.

?Ich wollte drei Wochen lang nix mehr vom Boxen wissen?, erzählt
Marco lächelnd und schüttelt dabei über sich selbst den Kopf. Denn der
18-jährige süddeutsche Meister (deutscher Vizemeister von 2008)
hat auch dank seiner Familie und seiner Freundin Sarah neues Selbstvertrauen
getankt und greift wieder an: ?2010 möchte ich das DM-Finale
der U21 erreichen und auch meine erste Männermeisterschaft boxen.?
Sein Trainer Zoltan Lunka, Ex-Weltmeister und Olympia-Dritter,
hatte ihn mental ebenso aufgebaut wie Ex-Chefbundestrainer Helmut
Ranze. ?Beide haben mich an meine internationalen Erfolge Anfang 2009
erinnert, berichtet Marco mit Blick auf seine Siege in Länderkämpfen
gegen Irland und Italien.

Bei seinem Comeback-Sieg im Ring auf dem Speyrer Brezelfest präsentierte
sich Marco Grund als neuer Konkurrent im nächsthöheren Limit
bis 69 Kilogramm. ?Chefbundestrainer Roland Kubath hat mir gratuliert?,
freut sich der Zwölftklässler eines Wirtschaftsgymnasiums strahlend.
Denn damit hat Grund seinen Platz im erweiterten Olympiakader
für London 2012 behauptet. Bis dahin glaubt Marco sogar ins Mittelgewicht
(75 kg) aufgestiegen zu sein. In der 3. Liga klettert der Bensheimer
Leihgabe ?seines? Karlsruher SC für Colonia Köln in den Boxring. Im
Weltergewicht, dem Limit des Darmstädter Weltmeisters Jack Culcay-
Keth. Dass sein Trainingskamerad bereits zu den Profis gewechselt
ist, bedauert Marco, der werktags im Boxinternat am Olympiastützpunkt
Rhein-Neckar in Heidelberg lebt. Sein großer Traum sind und bleiben
?die Spiele?: Spätestens bei Olympia 2016 in Rio will Marco dabei
sein. Auch wenn der bevorstehende Wechsel in die Männerklasse
ein steiniger Weg wird ? er hat gelernt, mit Rückschlägen umzugehen,
ist mental gewachsen. pj

Piseddu und Knöpple künftig weltweit

Spitze: Zwei Kampfrichter des LV Baden künftig mit AIBA-Lizenz

Baden. Die ABVB-Kampfrichter Egidio Piseddu (BW Lahr) und Lothar Knöpple (KSC), bisher mit der Lizenz EABA/EUBC ausgestattet, wurden aufgrund ihrer Fähigkeiten zu Ring- und Punkrichtern des Weltverbands AIBA ernannt.

Kampfrichter Piseddu ist spitze

Egidio Piseddu, Deutscher Meister von 1988, ist auch als Kampfrichter von BW Lahr erfolgreich.

Berlin/ Lahr. Bei den 87. Deutschen Meisterschaften der Männer in Berlin wurde die Ring-und Punktrichterarbeit von Egidio Piseddu, dem ehemaligen Deutschen Halbweltergewichtsmeister von BW Lahr, als sehr gut bewertet. Die Beurteilung seiner Punktrichterleistung erfolgte über das Punktrichter-Auswertungsprogramm des Weltverbands AIBA. Dies teilte uns Kampfrichter-Obmann Lothar Knöpple (KSC) mit. Abvbaden.de gratuliert!

Herausragende Leistungen von ABVB-Kampfrichtern

Punktrichterin Patricia Tauscher und Ringrichter Peter Vassalluzzo haben es drauf in Weiß: Jetzt auch von der AIBA amtlich bestätigt.

Patricia Tauscher und Peter Vassalluzzo (beide SC Pforzheim) von Weltverband AIBA beurteilt

Görwihl. Bei den 7. Deutsche Meisterschaften der Frauen wurden Sportfreunde in Weiß beurteilt.

Patricia Tauscher und Peter Vassalluzzo, beide vom ABVB-Verein SC Pforzheim, errangen bei der AIBA-Kampfrichterbewertung über alle fünf Veranstaltungen hinweg die Plätze 2 bzw. 1.

Kampfrichter-Obmann Lothar Knöpple (KSC) weiß Näheres: "Patricia musste 30 Kämpfe punkten, während Peter 20 Kämpfe punktete und zusätzlich 7 Kämpfe als Ringrichter leitete." Kompliment und Respekt!!

"An dieser Stelle möchten wir uns ganz herzlich für diese herausragende Leistung bedanken und gratulieren zu diesem Erfolg", teilt Knöpple abvbaden.de mit. PJ

Hamann: "Es soll nicht wieder 14 Jahre dauern"

Kommt die Weltboxliga auch nach Deutschland?

Bei den Box-WM in Mailand feuerte auch Uwe Hamann (Salem/ Baden)  die Boxer mit dem Bundesadler auf der Trikotbrust an. Der Ex-Federgewichtsmeister aus Norddeutschland ist als Vorsitzender im Kuratorium (Förderverein) des Deutschen Boxsport-Verbands (DBV) aktiv. In Italien erlebte der 49-Jährige nach China (2005) und Chicago (2007) bereits seine dritte WM als Zuschauer.

?Für mich ist neben dem neuen deutschen Weltmeister Jack Culcay-Keth unsere Fliege Ronny Beblik mit dem Löwenherz der Mann dieser WM?, erklärte Hamann. Nach China, wo Rustam Rahimov 2005 Silber für den DBV gewonnen hatte, den medaillenlosen WM in Chicago und den Gold-WM 2009 von Mailand ist Hamann sicher: ?2011 will ich im südkoreanischen Busan möglichst wieder dabei sein, wenn es um die ersten Olympia-Tickets für London geht.?

Insgesamt soll es auch 2011/12 drei AIBA-Qualifikationsturniere für die Spiele geben. Weil das Frauenboxen 2012 für insgesamt 36 Teilnehmerinnen in drei Gewichtsklassen ebenfalls olympisch ist, gibt es beim Männerwettbewerb ein Limit weniger: Das Federgewicht entfällt ab September 2010 generell bei allen AIBA-Veranstaltungen. In zehn Gewichtsklassen treten bei Olympia dann nur noch 250 Männer in folgenden Limits an:

46 bis 49 Kilogramm: Halbfliegen
Bis 52 Kilogramm: Fliegen
Bis 56: Bantam 
Bis 60: Leicht
Bis 64: Halbwelter
Bis 69 Welter 
Bis 75: Mittel
Bis 81: Halbschwer
Bis 91: Schwer
Über 91: Superschwer

Frauen (Limits nur für Olympia):

48 bis 51: Fliegen
56 bis 60: Leicht
69 bis 75: Mittel 

Auch Hamann hofft, dass 2012 neben Weltmeister Culcay-Keth, Bronzegewinner Beblik (Chemnitz) und einigen weiteren auch WM-Pechvogel Konstantin Buga (Velbert) noch mit von der Partie ist und nicht verfrüht ins Profilager wechselt. Buga hatte in Mailand keinen geringeren als den hoch favorisierten Kubaner Rey Recio sensationell geschlagen und schied im Viertelfinale kurz vor Erreichen der Medaillenränge ganz knapp mit 3:4 gegen Attos Aboev, den späteren Weltmeister im Mittelgewicht, aus.

?Es soll nicht wieder 14 Jahre bis zu einer Goldmedaille dauern?, wünscht sich Uwe Hamann inständig. Das letzte Mal vor Culcay-Keth hatte Zoltan Lunka (damals Halle/ Saale) 1995 für einen deutschen WM-Titel gesorgt. Damit das olympische Boxen für die DBV-Athleten auch finanziell attraktiver wird, will Hamann nach Kräften seinen Beitrag leisten, indem er wie auch der DBV die geplante World Series of Boxing (WSB) des Weltboxverbands AIBA in Deuschland unterstützt. Moskau, London und Mailand stehen wohl als Teamstandorte schon fest. Auch Asien und Amerika sind quasi in trockenen Tüchern. Die WSB ist eine Art Weltliga im Profistil für Amateure. Ab November 2010 sollen jeweils vier Teams bis Februar/ März zunächst ihre Kontinentalmeister ermitteln. Kampfdauer: fünfmal drei Minuten, ohne Leibchen und Kopfschutz. Auch die Wertung für Einzel-WM erfolgt in diesem Rahmen wie bei den Berufsboxern, allerdings verlieren die Kämpfer trotz Gagen angeblich ihren Amateurstatus nicht. Auch DBV-Boss Jürgen Kyas steht den Ideen aufgeschlossen gegenüber: ?Das könnte eine Möglichkeit sein, unsere Jungs länger ans olympische Boxen zu binden.?