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Das Porträt: Fiona Eckert sieht im Verbandsressort Breitensport großes Potenzial

Karlsruhe. Die 34-jährige Fiona Eckert aus Karlsruhe ist die kommissarische Leiterin des Breitensport-Ressorts im Box-Verband Baden-Württemberg (BVBW).

Weil sie sich selbst als „klassische Breitensportlerin“ einschätzt und im Breitensport-Boxen ein Riesenpotenzial erkennt, möchte sie „gerne Entwicklungshilfe leisten“, so Fiona Eckert zu ihrer Motivation. Das Zeug dazu hat sie, und zwar mehr als genug: Hauptamtlich leitet die gebürtige Heidelbergerin den Geschäftsbereich Bildung und Qualifizierung beim Badischen Sportbund (BSB) Nord in Karlsruhe. Und das seit fünfeinhalb Jahren.

Dort ist Fiona Eckert für alles zuständig, was mit der Qualifizierung von Vereinsführungskräften, Übungsleitern und Trainern zu tun hat. In der Trainerausbildung arbeitet sie eng mit den entsprechenden Fachverbänden zusammen. Dazu befähigt sie eine breitangelegte Ausbildung: Fiona hat Sportmanagement und Sportkommunikation (BA) an der Sporthochschule in Köln studiert. Im Anschluss absolvierte sie am Institut für Sport und Sportwissenschaft (ISSW) in ihrer Heimatstadt Heidelberg einen Master of Science (MSc.) in Sportwissenschaft mit Schwerpunkt Reha- und Prävention im Kindes- und Jugendalter.

Kein Wunder, dass das ISSW Fiona Eckert drei Jahre lang als Wissenschaftliche Hilfskraft beschäftigte. Bevor sie zum BSB kam, sammelte sie auch noch wertvolle Erfahrungen bei der Deutschen Sportmarketing in Frankfurt, bei Boxgirls International in Berlin und im Integrationsprojekt „Sport für Vielfalt“ beim Sportkreis Heidelberg.

Damit wirkt die Powerfrau wie gemacht für ihre ehrenamtliche Aufgabe beim BVBW. Zumal sie aktuell nicht nur gerne das Boxtraining beim Pugilist Boxing Gym in Bruchsal besucht und zuvor beim BC Heidelberg übers Engagement als Hilfstrainerin hinaus auch fünf Jahre lang Vorstandsarbeit gemacht, sondern sich auch wissenschaftlich mit verschiedenen Aspekten der schönsten Sportart der Welt auseinander gesetzt hat.

„Meine Bachelorarbeit war eine Studie über die medial inszenierte Gewalt im Boxsport“, verrät Fiona schmunzelnd boxverbandbw.de. Im Masterstudium befasste sie sich dann in einer Hausarbeit mit Boxtraining als Reha-Sporttherapie. Und weil für sie Boxen auch eine in sozialer Hinsicht förderliche Disziplin ist, bot sie vier Jahre lang an einer Schule pädagogische Boxprojekte für Jungs und Mädels sowie Fitnessboxen für Lehrer an. Diese Gruppe besteht seit zwölf Jahren und heute aus Frauen über 60. Mittlerweile ist es ein allgemeiner Anti-Aging-Kurs geworden, bei dem Fiona Eckert immer noch gerne Boxelemente einbindet.

Seit 2007 boxe ich und liebe es“, sagt Fiona im Gespräch mit boxverbandbw.de. Das Box-ABC lernte sie während ihres Studiums in Köln bei Horst Brinkmeier, Erdinc Arslan und Martin Schneider. In der Zeit ihres Auslandssemesters in Australien schwitzte sie im Shamrocks Boxing Gym, bevor sie, wieder zurück im Lande, vorübergehend bei Eintracht Frankfurt das Training besuchte.

Wegen des beruflichen Wechsels und der täglichen Pendelei zwischen Wohn- und Arbeitsort konnte sie auch beim BC Heidelberg nicht bleiben: „Ich bin einfach auf der Hälfte der Autobahnstrecke nach Karlsruhe zu den Bruchsaler Pugilisten gewechselt“, erklärt Fiona. Was frühere Sportarten betrifft, stapelt Fiona Eckert augenzwinkernd ein wenig tief: „Ich kann alles ein bisschen und nichts richtig“. Sie begann mit klassischem Ballett, Tanz und Turnen, kam später zu Hockey, Basketball und Schwimmen. Bei ihrem Highschool-Aufenthalt in den USA lernte sie mit 16 Cross-Country-Laufen kennen. Aber auch an Fitnesstriathlon und Mountainbiken findet sie Spaß. Peter Jaschke

Fiona_Eckert
Fiona Eckert ist in Heidelberg geboren, wohnt und arbeitet in Karlsruhe, trainiert inzwischen bei den Puglisten in Bruchsal und ist die kommissarische Leiterin des Breitensport-Ressorts im BVBW.
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