Top Ten Sponsor
Aktuelles

Kaderathlet Kastriot Sopa sagt beim Verbandstag Servus und wechselt ins Profilager

Uhldingen-Mühlhofen. Beim Verbandstag (VT) 2020 in Uhldingen-Mühlhofen haben sich auf drei Positionen im Vorstandsteam des Box-Verbands Baden-Württemberg (BVBW) Änderungen ergeben.

Im Amt bestätigt, also erneut wiedergewählt, wurde Präsident Uwe Hamann ebenso wie sein Stellvertreter Dirk Regenscheit (beide Salem). Als Kassenprüfer bescheinigte Uwe Schuhmacher (Gladiators Waghäusel) dem später wiedergewählten BVBW-Finanzressortchef Philipp Ackermann (KSV Schriesheim) „vorbildliche Kassenführung". Die Entlastung erfolgte einstimmig.

Von derzeit 113 BVBW-Vereinen waren bei der Sitzung unter Pandemiebedingungen laut Protokoll 37 vertreten. Von 28 Vorstandsmitgliedern waren 18 anwesend.

Kasi „Super-Sopa“ wird Profi

Aus boxsportlicher Sicht die spektakulärste Nachricht: Mit Kastriot Sopa (SV Heilbronn), dem mehrfachen Landesmeister, dreimaligen Deutschen Meister im Leicht- und Halbweltergewicht 2012, 2014 und 2019, Dritten der Europaspiele 2015 und Beinahe-Olympiateilnehmer 2016, gab einer der erfolgreichsten BVBW-Athleten der jüngeren Zeit seinen Abschied vom Amateurboxen bekannt. In den Saisons 2012/13 und 2013/14 bestritt Sopa insgesamt fünf Kämpfe für die German Eagles bzw. das Team Germany in der World Series of Boxing (WSB) und konnte vier gewinnen.

Unvergessen, trotz Niederlage: Sopas starker Halbfinalauftritt nach zwei Siegen beim früheren Chemiepokal (CP) in Halle. Nach der 45. Auflage 2018 stand es auf boxverbandbw.de zu lesen. Wir zitieren uns selbst:

"Sopa couragiert gegen Überflieger Gomez": So lobte der ARD-Sender MDR in der "Sendung Sport im Osten" den Kampf von Sopa, der sich mit Superstar Andy Cruz Gomez aus Kuba auseinandersetzen musste. Bereits 2013, damals noch im Leichtgewicht, setzte sich Sopa im CP-Finale gegen den Chinesen Liu Xiaohu durch und gewann das hochrenommierte Turnier, bei dem er damals zum Besten Kämpfer gekürt wurde.

Der heute 27-jährige Sopa wechselt nun ins Profilager, hieß es. Beim VT in Mühlhofen endete auch seine Amtszeit als BVBW-Athletensprecher. Eine würdige Verabschiedung aus den BVBW-Reihen soll folgen, wie betont wurde.

Sopas Nachfolgerin im Amt ist die aktive Boxerin Cansu Cak (26) aus Heidelberg, die DM-Dritte im Federgewicht von 2019 und BVBW-Olympiahoffnung für 2024 vom VfL Sindelfingen.

Böhme und Kaibach hören auf, Sezer und Hipp folgen nach

Eine Ära endet mit dem Ausscheiden von Achim Böhme aus dem Amt des Ressortleiters für den Leistungssport im BVBW. Der Ludwigsburger A-Lizenztrainer teilt boxverbandbw.de mit: „Danke an allen die, die mich in dieser langen Zeit begleitet und unterstützt haben. Von ganzem Herzen Danke für eine schöne und lehrreiche Zeit, die ich nicht missen möchte. Ohne Euch und Eure Unterstützung, Mit- und Zuarbeit wäre vieles nicht möglich gewesen. Einen besonderen Dank gilt es allerdings meinem Freund Oli Vlcek auszusprechen. Ohne Ihn wären viele einmalige Boxsportmomente meines Trainerlebens nicht und, nie und nimmer, denkbar gewesen und/oder möglich geworden. Danke für die vielen unbezahlbaren Boxsportmomente, die für kein Geld der Welt zu kaufen sind. Momente, die durch ein gemeinsames Ziel, viel und harte Arbeit und durch Freundschaft entstehen.“

Zu Böhmes Nachfolger als Ressortleiter Leistungssport ernannten die Delegierten BVBW-Kampfrichter Okan Sezer (KSV Schriesheim).

Auch der bisherige Ressortleiter Kampfrichterwesen hört nach vielen Jahren auf: Klaus Kaibach (VfB Friedrichshafen) kandidierte „aus persönlichen Gründen“ nicht erneut für dieses Amt, das künftig Stephan Hipp (TG Nürtingen) ausübt. Kaibach bedankte sich bei allen Mitgliedern des BVBW für das Vertrauen, welches ihm in seiner Amtszeit entgegen gebracht worden sei.

Eine angemessene ehrenvolle Verabschiedung von Böhme, Kaibach und Sopa soll zu einem anderen Zeitpunkt nachgeholt werden.

Der neue Kampfrichterchef Hipp wurde mit 35 Ja Stimmen und 2 Enthaltungen gewählt. Der 47-jährige Hipp hat 2007 die Lizenz zum Kampfrichter erworben. Es folgten zwei Jahre später die nationale und 2010 die internationale Lizenz. Inzwischen hat Hipp das Zertifikat eines AIBA Zwei-Sterne-Kampfrichters" des internationalen Boxverbands erworben und ist seit 2017 Supervisor des Deutschen Boxverbands (DBV). Aktuell hat Hipp 500 Veranstaltungen als Kampfrichter bzw. Supervisor begleitet.

Neu im Amt des Ressortleiters Recht: Thomas Schuler (BT Langenargen).

Wiedergewählt wurden neben Hamann, Regenscheit und Ackermann: Adem Kartal (Ressortleiter Nachwuchs); Aytekin Yöreci (Ressortleiter Ausbildungswesen), Thomas Ullmann (Referent für Anti-Doping); Peter Jaschke (Öffentlichkeitsarbeit).

Vom Verbandstag in folgenden Ämtern bestätigt: Fotini Böhme (Vertrauensperson Sexualisierte Gewalt), Thomas Floten (Leiter Passstelle), Martin Jäger (Vorsitzender der Ärztekommission), Dr. Henning Krollpfeiffer (Stellvertretender Vorsitzender der Ärztekommission).

Zu Kassenprüfern bestellt: Holger Rieth und Uwe Schuhmacher.

Der Posten des Ressortleiters Breiten- und Freizeitsport ist vakant: Zum Verbandstag stand kein Kandidat zur Wahl zur Verfügung. Ebenso vakant: das Amt der oder des Beisitzers bzw. der Beisitzerin(nen).

kasi_sopa
Hat er schon bei einem Profiboxstall unterschrieben? Jedenfalls boxt Kastriot Sopa, hier ein Foto aus dem Jahr 2012, nicht mehr für den BVBW. Wir wünschen ihm von Herzen alles Gute und weiterhin viel Erfolg! Foto: Jaschke
vorstand_2020
Das auf vielen Posten wieder- bzw. neugewählte Vorstandsteam um Uwe Hamann (6. v. l.). Rechts neben ihm: der neue Leistungssportressortleiter Okan Sezer (M.).
stephan_hipp
AIBA-Zwei-Sterne-Referee Stephan Hipp (TG Nürtingen) leitet ab jetzt das BVBW-Ressort Kampfrichterwesen.
Zurück