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WM der Frauen mit drei Boxerinnen aus Baden-Württemberg im achtköpfigen Aufgebot

Ulan-Ude. In Sibirien, mehr als 4000 Kilometer östlich der russischen Hauptstadt Moskau, fanden bis 13. Oktober die WM der Frauen statt.

Aus dem Boxverband Baden-Württemberg (BVBW) waren Azize Nimani (51 Kilogramm, Karlsruher SC) , Maya Kleinhans (60 Kilogramm, BT Metropolregion Rhein-Neckar Heidelberg) und Irina Schönberger (81 Kilogramm, PBG Bruchsal) dabei.

Teamleiter war Roland Kubath. Der erfahrene Speyerer führt das Boxleistungszentrum am Olympia-Stützpunkt Rhein-Neckar in Heidelberg. Sportlicher Leiter bei den WM war Eddie Bolger (OSP RN). Ebenso waren die Trainer Vladimir Pletnev, Michael Timm und Lukas Wilaschek vor Ort sowie Gudrun Heinz (Ärztin) und Ralf Trampe (Physiotherapeut).

Die Kämpfe:

51 Kilogramm: Azize Nimani unterlag der 1998 geborenen vormaligen Profiboxerin Jutamas Jitpong (Thailand) am 3. Oktober mit 1:4 nach Punkten.

60: Maya Kleinhans unterlag der in Rechtsauslage boxenden U22-Europameisterin und EM-Dritten Amy Broadhurst (Irland) am 6. Oktober.

81: Irina Schönberger schlug die 19-jährige Newcomerin Nandini Thakur (Indien) am 6. Oktober, unterlag im VF denkbar knapp Elif Guneri (Türkei).

Außerdem zählten Annemarie Stark (48 kg, BC Lübeck), Viertelfinalistin Ursula Gottlob (54, BR Hilden), Ramona Graeff (57, Boxring Condor Limburg), Nadine Apetz (69, SC Colonia Köln) und Sarah Scheurich (75, BC Traktor Schwerin) zum achtköpfigen deutschen Aufgebot, das medaillenlos blieb.

Bei diesen Frauen-WM wurden jedoch ebenso wie bei den Männern vor wenigen Wochen in Jekaterinburg entgegen der früheren Praxis bei solchen vorolympischen Wettkämpfen keine Olympiatickets gelöst.

Hintergrund: Der krisengeschüttelte Weltverband AIBA ist nicht nur von den Sommerspielen 2020 in Tokio ausgeschlossen, sondern bereits auch bei der Qualifikation außen vor. Diese findet für Europas Boxerinnen und Boxer unter Regie des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) vom 13. bis zum 23. März 2020 in London statt.

Eine weitere Möglichkeit zur Qualifikation soll es bei einem zusätzlichen Turnier für Athleten aus aller Welt im Mai geben. Bei einem verbandsinternen Turnier will der Deutsche Boxsport-Verband (DBV) klären, wer an der Olympia-Qualifikation im kommenden Jahr teilnehmen darf.

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Das deutsche WM-Team 2019 in Ulan Ude mit den Boxerinnen aus Baden-Württemberg: Azize Nimani, Maya Kleinhans und Irina Schönberger (mittlere Reihe, 2., 3. und 4. v. r.). Delegationsleiter: Roland Kubath (r.). Foto: DBV
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Die WM-Starterinnen aus Baden-Württemberg: Azize Nimani (vorne), Maya Kleinhans (r.) und WM-Viertelfinalistin Irina Schönberger (2. v. r.), hier mit weiteren Teilnehmerinnen und Siegerinnen bei den Deutschen Meisterschaften in Berlin.
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