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20. Internationales Schwetzinger Boxturnier ein Erfolg

140 Boxer gingen über die Waage / Es kam zu 55 Kämpfen in zwei Ringen / Alle Gäste begeistert 

Schwetzingen. Das 20. Internationale Box-Turnier beim 1987 gegründeten Box-Club Schwetzingen war ein großer Erfolg: 140 Teilnehmer gingen über die Waage. In zwei Ringen wurde mehrere Stunden lang geboxt. "Respekt vor Bernd Schwab und dem, was er hier aufgezogen hat", sagte Chefbundestrainer Valentin Silaghi aus dem nahe gelegenen Viernheim als Gast an den Ringen.

Profi-Boxweltmeisterin Özlem Sahin aus Ludwigsburg ehrte unter anderem den jüngsten Teilnehmer, den elfjährigen Dimitri Mironow vom BR Knielingen, sowie das Tem mit der weitesten Anreise, nämlich die Panthers Lauri Varese. Die Italiener stellten mit 29 Kämpfern auch das größte Team. Dafür gab es einen weiteren Pokal. Außerdem waren neben starken Boxern aus dem BVBW wie Slawa Spomer (Neckargartach), den beiden älteren Mironow-Brüdern (BR Knielingen) und aus ganz Deutschland unter anderem ebenso Holländer am Start. 

In zwei Ringen sahen rund 300 Gäste letztlich 31 internationale und 24 nationale Begegnungen. Aus Basel, Thun und Zürich waren elf weibliche und männliche Kämpfer als „Swiss Boxingteam“ angereist. „Wir sind seit zehn Jahren jedes Mal dabei. Etwas Besseres gibt es nicht. Das ist der erste Leistungstest im Jahr für Schüler bis hin zum Eliteboxer.“ So schwärmte der Züricher Stützpunkttrainer Matthias Luchsinger von dem Schwetzinger Turnier, wo beispielsweise am Abend der Schweizer Schwergewichtsmeister Seid Dzemaili auf Gokhan Gedik vom holländischen ABCC Appeldoorn traf.   

Der Macher des Turniers und BCS-Chef Bernd Schwab hatte sich mit der Zusammenstellung der Kämpfe unglaublich viel Mühe gemacht. Als "Mädchen für alles" zeigte er sich „abgesehen vom Helfermangel, einigen kurzfristigen und deshalb ärgerlichen Kämpferabsagen rundum zufrieden, sowohl vom Niveau der Kämpfe als auch von der Zuschauerresonanz her“.

Dem konnte Trainerkollege Dieter Hiegl vom BAC Hockenheim nur zustimmen: „Ich komme gerne hierher. Das ist eine gute Veranstaltung, auch wenn es sich aufgrund der Teilnehmerzahl etwas in die Länge zieht. Aber wo kann man sich schon mit adäquaten internationalen Gegnern messen?“      

Freilich zahlten trotz vieler erfreulicher Siege einige junge Frauen und Männer aus der Region sowie darüber hinaus Lehrgeld. Das ist gut so, wie Landestrainer Oli Vlcek (Villingen-Schwenningen) findet: „Dieses Turnier hat deshalb einen sehr hohen Stellenwert im Land, weil unsere Leute hier ihre Grenzen aufgezeigt bekommen. Das ist eine lehrreiche Erfahrung und es geht ja um keine Titel.“

Dies bestätigt der Boxer Justin Rasiah (KSC Backnang), der diesmal leider berufsbedingt nicht antreten konnte: "Das letzte mal geboxt habe ich in Schwetzigen vor zwei Jahren. Gegen einen Italiener. War eine sehr gute Erfahrung, um mal mit anderen Boxstil konfrontiert zu werden. Ich fand es damals gut organisiert. Ich würde sagen, ein so gut besetztes internationales Turnier bringt gerade zu Beginn der Saison enorm was, da man gleich mit einem anspuchsvollem Gegner konfrontiert wird und sich sehr Mühe geben muss, um einen Sieg herauszuholen. Ein idealer Start in die Saison. Ich würde jedem Boxer empfehlen, an diesem Tunier teilzunehmen."

Was Veranstalter Schwab hervorhob: „Als Ringsprecher waren der heutige baden-württembergische Verbandspräsident Jürgen Wiedemann aus Leonberg und sein früherer Stellvertreter Ernst Benckesser im Einsatz.“ pj

Klick-Tipp: Am Turniertag (28. Januar, ab 15 Uhr) erschien in der "Schwetzinger Zeitung" ein schönes und interessantes Interview von Sportredakteur Andreas Lin mit Macher Bernd Schwab (53). Hier geht´s zum Artikel: 

www.morgenweb.de/region/schwetzingen/lokalsport/20120128_mmm0000002791160.html

Es gab zum Saisonauftakt in Schwetzingen teils niveauvolle Fights zu sehen. In zwei Ringen wurde geboxt. Eingangs ehrte Profiweltmeisterin Özlem Sahin (Ludwigsburg, hier mit Landestrainer Oli Vlcek) Teilnehmer. Neben Jubel und Siegen, auch für Kämpfer aus der Schwetzinger Region Nordbaden (hier Selenski, Mehmedov und Güner) gab es auch schmerzvolle, aber lehrreiche Erfahrungen.
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